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Aussaattermine

Wurzelpetersilie

Küchenkräuter, wie Anis, Borretsch, Dill, Kerbel, Kresse Kümmel, Liebstöckel, Löffelkraut, Petersilie, Pimpinelle, Rauke und Schnittlauch können ab Mitte April im Freiland ausgesät werden.

Wurzelpetersilie eignet sich gut zur Beeteinfassung. Nach der Aussaat, Anfang April, bleibt sie vom Frühjahr bis Herbst grün. Sie ist zierlicher als Buchs und ab Oktober bis in den November werden die Wurzeln geerntet. Danach kann das ganze Beet umgegraben werden.

An Gemüsepflanzen werden in diesem Monat im Freien Brokkoli, Chicorée, Kohl, Möhren, Porree, Radieschen, Rettich, Rote Beete, Spinat, Schwarzwurzeln, Zwiebeln, und Zuckermais ausgesät. Von Salat und Kohlrabi können bereits Folgeaussaaten vorgenommen werden.
Übersicht Aussaat und Ernte im April!

Jetzt ist es auch an der Zeit Kohlrabi für die Herbsternte im Saatbeet auszusäen. Ich bevorzuge seit Jahren die Sorte Gigant. Die Knollen werden sehr groß (20 Zentimeter im Durchmesser) und bleiben dabei zart. Im Geschmack ist die Sorte aromatisch. Sie kann bis zum ersten Frost geerntet werden.

Rosenkohlsamen wird Anfang bis Mitte April in den Boden gebracht. Bis Mitte Juni wird er dann an seinen endgültigen Platz gepflanzt. In der Fruchtfolge kann er als Nachkultur von Frühkartoffeln oder Erbsen gesetzt werden. Bei Rosenkohl muss man sich besonders vor einer Überdüngung hüten, da sich sonst keine festen Röschen bilden. Holzaschedüngung soll dagegen die Entwicklung fester Rosen unterstützen.
Holzasche als Dünger!

Anfang bis Mitte April, wenn die Bodentemperatur bei 5 bis 8° C liegt, kann man mit der Aussaat der Markerbsen beginnen. Die Samen werden ca. 3 Zentimeter tief in die Erde gelegt. Die Reihen sollten einen Abstand von 20 Zentimeter haben. Erbsen ertragen leichte Nachtfröste von -3 bis -5° C. Deckt man die Aussaat mit Vlies ab, laufen die Keimlinge zügig und gleichmäßig auf. Hülsenfrüchte sollen nur alle sechs Jahre auf derselben Stelle stehen. Als Vorfrucht sind Erbsen für die meisten Gemüsearten gut geeignet, weil sie tief wurzeln, Nährstoffe aufschließen und Stickstoff sammeln.
Gemüseerbsen

Mangold kann ab April direkt ausgesät werden. Der Reihenabstand beträgt 30 bis 40 Zentimeter. Nach dem Auflaufen muss vereinzelt werden. Mangold sollte nicht zu viel Stickstoff erhalten. Aufgrund der großen Blattmasse muss bei anhaltender Trockenheit gewässert werden.

Pastinaken [Pastinaca sativa] gehören zu den Doldenblütlern und sind Wurzelgemüse. Die Pastinake ist sehr vitaminreich und hat einen hohen Calcium- und Kaliumgehalt. Sie ist kaum anfällig gegen Krankheiten und Schädlinge. Ausgesät wird von März bis Mai. Die Keimfähigkeit ist nur bei wirklich frischem Saatgut gewährleistet. Bei niedrigen Temperaturen kann die Keimung bis zu vier Wochen auf sich warten lassen. Geerntet wird ab August bis in den Winter.

Frühbeet und Gewächshaus

Tomaten, Paprika und andere Pflanzen, die vorgezogen wurden, werden nun eingetopft und ins Haus oder Frühbeet gestellt. An milden Tagen öffnet man die Fenster, um die Pflanzen abzuhärten.
Folienzelt oder Kleingewächshaus?

Wenn die Jungpflanzen von Blumenkohl, Brokkoli, Kopfsalat und Kohlrabi im Frühbeet durch rechtzeitiges Lüften abgehärtet wurden, können sie in diesem Monat ins Freiland setzt werden.

Auf der Fensterbank

Kälteempfindliche Gewürzkräuter wie Majoran, Bohnenkraut oder Basilikum können im Blumentopf und Schalen auf der Fensterbank vorgezogen werden.

Ab Mitte April ist es Zeit für die Anzucht der Kürbispflanzen. Sie können dann nach den Eisheiligen in die vorbereiteten Beete gepflanzt werden. Die Anzucht kann auch auf der warmen Fensterbank erfolgen. Man sollte nicht zu früh aussäen, denn wenn die Pflanzen zu lange auf der Fensterbank stehen, werden sie zu lang und dünn.

Schnittlauch im Kasten

Als Aussaattemperatur benötigen Kürbisgewächse 18 bis 20° C. Am besten sät man sie in Aussaaterde mit 2 bis 3 Körner pro Topf aus. Nach dem Keimen stellt man die Töpfe hell, aber, wegen der zu erwartenden Verbrennungen, nicht an ein sonniges Südfenster. Um die Pflanzen Ende Mai ins Freie bringen zu können, muss man sie langsam an die Sonne gewöhnen. Dazu pflanzt man sie entweder an trüben, regnerischen Tagen oder stellt die Töpfe erst einmal an einen schattigen oder halbschattigen Platz ins Freie. Alle Kürbisarten sind wärmebedürftig und benötigen einen mittelschweren, humus- und nährstoffreichen Boden. Besonders gut gedeihen sie auf dem Kompost.

Zum Vorziehen sind jetzt auch Gurken und Zucchini an der Reihe. Auch hier ist, wie bei den Kürbissen, Mitte April der richtige Zeitpunkt, um sie dann im Mai ins Freiland zu pflanzen. Die Kerne sollten möglichst einzeln in kleine Töpfe ausgesät und auf der warmen Fensterbank über der Heizung platziert werden. Diese Gemüsearten brauchen eine Keimtemperatur von etwa 20° C. Alle Vertreter aus der Kürbisfamilie brauchen Düngung und viel Wasser.

Auch Bohnen kann man ab Mitte des Monats in Töpfen vorziehen. Der Wachstumsvorsprung verhilft zu einer früheren Ernte.

Im Freiland pflanzen

Wenn man Anfang April kräftige Blumenkohlpflanzen mit Topfballen zur Verfügung hat, kann man ab Mitte Juni schon ernten. Dazu ist tiefgründiger sandiger Lehmboden oder lehmiger Sandboden mit hohem Humusgehalt notwendig. Bei ungünstiger kalter Witterung müssen Frostschutzhauben verwendet werden. Blumenkohl braucht eine freie Lage. Der Pflanzabstand beträgt 50 x 40 bis 50 x 50 Zentimeter. Blumenkohl darf nicht tiefer gepflanzt werden, als er vorher stand. Wenn in den Vorjahren Kohlhernie festgestellt wurde, sollte man jedoch vom Anbau absehen.

Kohlrabi

Beim Kohlrabi ist es ähnlich wie beim Blumenkohl. Der Pflanzabstand ist allerdings, mit 25 x 25 Zentimeter, geringer. Auch beim Kohlrabi ist auf die Pflanztiefe zu achten: nicht tiefer pflanzen, als vorher.

Die vorgekeimten Frühkartoffeln kann man ab Mitte April in warmen, humus- und nährstoffreichen Boden legen. Falls der Boden sich nicht erwärmen konnte wartet man besser bis Ende des Monats. Für die Frühkartoffeln ist eine freie, sonnige Lage unerlässlich. Sandboden erwärmt sich besonders leicht. Bei einem Reihenabstand von 60 Zentimeter kann man eine gute Ernte erwarten. Dazu zieht man, z.B. mit der Hacke, eine Rille und in Abständen von 30 Zentimeter ein 10 Zentimeter tiefes Loch, in das man die Kartoffeln legt. Nach dem Auspflanzen werden die Pflanzen durch schwarze Mulchfolie vor Nachtfrösten geschützt.
Der Gartenboden!

Anfang bis Mitte April ist der ideale Zeitpunkt, die Zwiebeln in den Boden zu bringen. Schosser bei Zwiebeln reduziert man, wenn man schon beim Kauf berücksichtigt, dass große Steckzwiebeln die schlechtere Qualität sind. Die Idealgröße ist 0,5 bis 1,5 Zentimeter im Durchmesser.

Eine vorzeitige Blüte der Zwiebeln verhindert man, wenn sie etwa 2 Wochen einer Temperatur über 25 °C ausgesetzt wurden. Vor dem Pflanzen werden die Zwiebeln über Nacht in handwarmem Wasser eingeweicht. Der Reihenabstand ist 25 Zentimeter, innerhalb der Reihe soll der Abstand 6 bis 8 Zentimeter betragen. Beim Pflanzen wird die Zwiebel fest angedrückt, damit sie richtig im Boden sitzen.

Zwiebeln können sich positiv auf die Entwicklung anderer Pflanzen auswirken.
Gute Nachbarn - schlechte Nachbarn!

Grünspargel [Asparagus officinalis] gedeiht auch in schwerem, humosem Boden. Die Pflanzvorbereitung ist etwas aufwendig. Man hebt spatentief einen Graben aus und gräbt diesen nochmals ca. 25 Zentimeter tief um, wobei man gleichzeitig Kompost einarbeitet. Darauf breitet man die Wurzeln der Jungpflanzen aus. Ein Abstand in der Reihe von 50 Zentimeter, und ein Reihenabstand von einem Meter sind optimal. Die Pflanzen werden mit dem Aushub bedeckt. Grünspargel wird nicht angehäufelt. In ungünstigen Lagen kann man die Pflanzung mit schwarzer Folie bedecken, bis sich die ersten Spargelspitzen zeigen. Wie beim Bleichspargel kann man erst ab dem dritten Standjahr mit voller Ernte rechnen.

Im April können außerdem Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Schalotten, Heidelbeeren und Beerenobst gepflanzt werden.

 

 

Gartenpflege

Ende April sollte man die im Vormonat ausgesäten Schalerbsen anhäufeln. Auch eine Stütze aus Reiser oder gespannten Schnüren können sie jetzt gut gebrauchen. Sorten bis 40 Zentimeter Höhe benötigen jedoch kein Klettergerüst.
Gemüseerbsen!

Neulich las ich, dass, wenn man um die Kohlpflänzchen ein paar Körnchen Salz streut, Kohlhernie nicht mehr auftreten soll. Auch um Möhren soll es seine Wirkung haben und alle Krankheiten von den Pflanzen fern halten. Bei sehr trockenem Wetter streue man das Salz ins Gießwasser, aber immer nur ein paar Körnchen. Ich werde es mal probieren. Kann mir schon jemand einen Bericht dazu geben?

Melonenbirne

Pepino [Solanum muricatum] gehört wie Tomate und Kartoffel zu den Nachtschattengewächsen. Ihr deutscher Name ist Melonenbirne. Sie wird häufig als Zierpflanze angeboten. Von der "Mutterpflanze" können Stecklinge geschnitten werden, die man im Zimmer heranzieht. Dazu verwendet man am besten ein Zimmergewächshaus oder stülpt eine durchsichtige Plastiktüte über die Stecklinge. Die Pflanzen sind sehr frostempfindlich und dürfen erst nach Mitte Mai ins Freiland gestellt oder gepflanzt werden. Sie benötigen viel Wasser, besonders, wenn sie als Kübel- oder Ampelpflanze gehalten werden. Mit Dünger sollte man dagegen sparsam umgehen, weil sich sonst zwar viel Laub, aber nur wenig Früchte bilden. Ein sonniger Standort ist vorzuziehen, da die Früchte viel Licht benötigen.
Melonenbirne, Pepino [Solanum muricatum]

Die Melonenbirne kann im Garten ein etwa einen Meter hoher Halbstrauch werden. Die Früchte sind goldgelb mit lila Streifen und apfelgroß. Ihr Geschmack ist eine Mischung aus Melone und Birne. Sie haben einen hohen Zucker- und Vitamin-C-Gehalt und sind sehr saftig. Sie eigenen sich geschält besonders für den Frischverzehr. An einer Pflanze wachsen 5 bis 20 Früchte. Die Früchte sind zwei Monate lagerfähig. Eine Überwinterung der Pflanzen ist in einem hellen, frostfreien Raum möglich. Ist nicht genug Platz vorhanden, kann man auch im Spätsommer Stecklinge schneiden und bewurzeln lassen. Diese kleinen Pflanzen können in der Wohnung überwintern.

Gehölzpflege und Pflanzenschutz

Der letzte Termin für den Winterschnitt der Weinrebe liegt in den ersten Tagen dieses Monats.

Der Schnitt von Pfirsich- und Aprikosenbäumen ist noch bis kurz vor der Blüte möglich.
Obstbaumschnitt!

An Pfirsichbäume weit verbreitet ist die Kräuselkrankheit, gegen die es bisher leider noch keine völlig resistenten Sorten gibt. Die Kräuselkrankheit wird durch den Pilz [Taphrina deformans] verursacht, der bewirkt, dass sich die Blätter bald nach dem Austrieb kräuseln. Die befallenen Blattteile werden dick und verfärben sich zum Teil rötlich, bis sie dann vertrocknen und abfallen. Im Juni erfolgt ein zweiter gesunder Blattaustrieb. Gelbfleischige Sorten sind besonders anfällig, rot- und weißfleischige dagegen etwas widerstandsfähiger. Eine Bekämpfung ist nur bedingt erfolgreich. Der richtige Zeitpunkt für die Behandlung ist, sobald die Knospen zu schwellen beginnen, was stark von der Witterung abhängig ist. Vom ersten Schwellen der Knospen bis zur vollständigen Öffnung können drei Spritzungen in einem Abstand von zwei bis drei Wochen erforderlich sein.

Apfel- und Birnbäume müssen auf Obstbaumkrebs untersucht werden. Diese Pilzerkrankung zeigt sich durch eingefallene Stellen auf der Rinde. Die befallenen Stellen werden ausgeschnitten und mit Baumwachs verschlossen.

Gehölze pflanzen

Nach den letzten Frösten bis Mitte April kann man noch Pfirsichbäume pflanzen. Dieses nicht ganz unempfindliche Obstgehölz hat einen relativ geringen Platzbedarf. Wichtig ist eine ausreichende Bewässerung nach der Pflanzung, da gerade junge Bäume reichlich Wasser benötigen. Der Standort sollte geschützt sein und einen durchlässigen Boden, ohne Staunässe, aufweisen.
Gehölze pflanzen!

Kiwiaustrieb

Die Kiwi [Actinidia] kann in geschützten, warmen Lagen auch in unseren Breiten angepflanzt werden. Es gibt zwei Arten, Actinidia chinensis und Actinidia arguta. Die Letztere hat zwar kleinere Früchte, ist aber frosthärter. Kiwis sind zweihäusig, zur Befruchtung muss man also männliche und weibliche Pflanzen haben. Dabei reicht eine männliche Pflanze für bis zu sechs weibliche Pflanzen aus. Im Handel sind allerdings auch veredelte Pflanzen erhältlich, an denen es männliche und weibliche Triebe gibt. Die schnell wachsenden, schlingenden Pflanzen müssen an einem Gerüst gezogen werden, das eine Höhe von mindestens zwei, und eine Breite von mindestens vier Meter hat. Das Gerüst sollte die Möglichkeit der Anbringung eines Winterschutzes haben. Bei Temperaturen unter - 10° C können Actinidia chinensis schon erfrieren.

Die beste Pflanzzeit für Kiwi ist das Frühjahr, wobei der Boden mindestens zwei Spaten tief gelockert wird. Kiwis haben ähnliche Ansprüche an den Boden wie beispielsweise Heidelbeeren oder Rhododendren. Dafür wird bei den Pflanzarbeiten reichlich Torf eingearbeitet. Es erfolgt weder ein Pflanzschnitt, noch werden die Pflanzen in den ersten drei Jahren geschnitten, damit sich der Blütenansatz nicht verzögert. Mit der ersten Ernte ist im dritten Pflanzjahr zu rechnen. Danach lichtet man die Pflanzen im Frühjahr regelmäßig aus und entspitzt die Nebentriebe, die dann kräftig austreiben und Blüten ansetzten.

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