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Spickzettel Februar

 

Allgemeines:

Bodenbearbeitung
Erdwechsel im Gewächshaus
Frühbeet bauen bzw. reparieten
Frühbeet packen
Keimproben durchführen
Mieten kontrollieren

 

Aussaat Freiland:

Ab Ende Februar oder/und in günstigen Lagen:
Dicke Bohnen
Erbsen
FeldsalatGartenkresse
Grünkohl
Haferwurzeln [Tragopogon porifolius]
Kerbelrüben [Chaerophyllum bulbosum]
Kohlrabi
Löffelkraut [Cochlearia officinalis]
Mairüben
Melde
Frühmöhren
Pastinaken
Schnitt- und Wurzelpetersilie
Puffbohnen
Radieschen
Rettich
Kopf- und Schnittsalat
Schwarzwurzeln
Spinat
Wirsing
Zuckerwurzeln [Sium sisarum]
Zwiebeln.

Pflege & Pflanzenschutz:

Schutzdecke auf überwinterndem Gemüse bei mildem Wetter lüften
Rhabarber überbauen bzw. abdecken.

Ernte:

Chicorée
Grünkohl
Rosenkohl
Schwarzwurzeln

 

Aussaat unter Glas:

Artischocken (M-E)
Blumenkohl
Brokkoli (ab E)
Cardy (ab E)
Eierfrucht (A-M)
Kohlrabi
Kopfsalat (ab E)
Möhren (M-E)
Radieschen und Rettich (M-E)
Rotkohl-Frühsorten (A-M)
Tomaten (E)
Weißkohl (M)
Wirsigkohl (A-M)

 

Pflanzung unter Glas:

Kohlrabi (ab E)
Kopfsalat (ab E)

 

Pflanzung im Freien:

Ende des Monats
Steckzwiebeln
Charlotten
Perlzwiebeln
Knoblauch

 

 

 

 

Februar im Allgemeinen

 

Die Kraft des Frühlings

Wer im Februar im Garten etwas unternehmen möchte, tut gut daran, sich warm anzuziehen. Arbeit findet man aber immer.

 

Wenn die Gartenwege beschädigt sind, oder neu angelegt werden sollen, ist der Februar, bei frostfreiem Wetter, ein guter Monat für diese Arbeit. Das Gleiche ist zum Zaun zu sagen. Das Gartentor kann auch einen Tropfen Öl vertragen.

 

Dieser Monat ist ein günstiger Zeitpunkt für den Baumschnitt.
Mehr zum Obstbaumschnitt!

 

Kletterpflanzen können nun wieder hochgebunden werden.

 

Gegen Krankheiten und Schädlinge kann eine Winterspritzung vorgenommen werden.

 

Pflanzenschutz und Bodenvorbereitung

 

Der beste Frostschutz für die Pflanzen ist, wenn der Garten unter einer dicken Schneedecke liegt. Biegen sich aber die Zweige von Bäumen und Sträuchern unter dem weißen Pelz, muss der Schnee abgeschüttelt werden, damit sie nicht unter der Last abbrechen. Besonders gefährdet sind Immergrüne und Koniferen, auf deren dichtem Blattwerk besonders viel Schnee liegen bleibt. Beim Abschütteln sollte man vorsichtig vorgehen, weil sich aus angetautem Schnee schnell Eisklumpen bilden, die beim herabfallen zu Verletzungen führen können. Eine dünne Schneedecke kann auf den Ästen liegen bleiben. Sie schützt den Baum vor kalten Winden und zu starker Sonneneinstrahlung.

 

Von den Sträuchern werden die Blütenreste entfernt. Auch abgestorbenes und altes Holz wird entfernt, denn hieran sammeln und vermehren sich oft Pilze, Krankheiten und schädliche Insekten. Die Äste werden bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten. Bei dieser Gelegenheit können auch quer wachsende Äste entfernt werden. Diese Arbeiten sind vorzugsweise bei frostfreiem Wetter auszuführen. Schnittflächen, die größer als ein Zweieurostück sind, werden durch Baumwachs geschützt.

 

Eizzeit

Wenn du wissen möchtest, wie der Gartenboden versorgt ist, kannst du eine Bodenprobe untersuchen lassen. Dazu entnimmst du von jeder zu prüfenden Fläche an verschiedenen Stellen etwas Erde und mischen sie gut. Es ist möglich einfache Untersuchungen selbst durchzuführen. Zur Feststellung verwendet man ein Test-Set, das es im Gartenfachhandel gibt. Die Anleitung ist genau zu beachten. Egal mit welcher Methode du die Bodenuntersuchung durchführst, du kannst danach gezielter und sparsamer mit den Düngemitteln umgehen. Wer den Nährstoffgehalt kennt, ist vor Überdüngung und Schäden an den Pflanzen gefeit. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel.

 

Nützlich kann schon das Wissen über den pH-Wert des Gartenbodens sein. Je nach Wert kannst du Gesteinsmehl, Algenkalk oder Gartenkompost ausbringen. Alles wird, wenn möglich, leicht eingearbeitet, nicht untergegraben. Schnee transportiert vorzüglich mineralische Winterdünger. Mit dem Schmelzwasser dringen diese in den Boden ein und stehen den Pflanzen schon beim ersten Austrieb zur Verfügung.
Mehr zum Gartenboden!

 

Kompost und Bodenbearbeitung

 

***

Mit steigenden Temperaturen aktiviert sich auch das Leben im Kompost. Dazu benötigt es Sauerstoff. Der Kompost kann also umgesetzt werde. Das wirbelt zwar die darin arbeitenden Kleinlebewesen und Mikroorganismen etwas durcheinander, die erholen sich aber schnell. Das Umschichten bringt Sauerstoff ins Rottematerial, welches nach dem Winter meist ziemlich nass und luftarm ist. Mehr zum Kompost!

 

Wenn du eine Unterbrechung der Kompostierung durch Frost vermeiden möchtest, musst du eine Isolierung des Komposters mit Stroh oder eine Ummantelung mit schwarzer Folie vornehmen. Alternativ setzt man gekaufte Thermo-Komposter ein oder baut sich selber einen. Dazu benötigst du einen stabilen Rahmen aus Holz, den du auf drei Seiten mit verrottungsfesten Schaumstoffplatten (Fundamentdämmung) verkleidest. Die Vorderfront wird mit Drahtgittern bespannt. Das dient der Belüftung. Der Boden bleibt offen, sollte aber mit einem Drahtgeflecht versehen werden, damit keine Ratten und Mäuse in den Komposter gelangen. Dünnen Kaninchendraht beißen viele Nager durch. Auf den Kompost gehören kein Fleisch oder gemischte Essensreste. Tee- und Kaffeereste, Frucht- und Gemüseschalen, Holzspäne und Holzasche bekommen dem Kompost dagegen gut.
Mehr zur Verwendung von Holzasche im Garten!

 

Wenn der Boden frostfrei ist kann umgegraben werden. Sand- und Lehmböden können durch organisches Material, wie Mulch oder Kompost, verbessern werden, indem du dieses auf der Oberfläche verteilst.

 

Das Unkraut aus dem Vorjahr ist noch überschaubar. Wenn man es jetzt entfernt spart man sich im späteren Frühjahr viel Arbeit.

 

Alle Zweige und Blätter, die als Frostschutz gedient haben, werden zum Ende des Monats entfernt.

 

Beete, Sträucher und die Rosen können jetzt z.B. mit getrocknetem Kuhdünger versorgt werden.

 

Frühbeet

 

Gräser am Teich

Wer sich in der Frühbeet-Kultur üben möchte, sollte spätestens im Februar den Bau eines Frühbeetes abgeschlossen haben.

 

Auf das vorbereitete Frühbeet werden jetzt die Fenster aufgelegt, damit die Sonne den Boden auftauen kann. Wenn das geschehen ist, wird - natürlich auch im Gewächshaus oder im Zimmer - die erste Aussaat vorgenommen. An warmen, sonnigen Tagen darf man das Lüften und Schattieren von Frühbeet und Gewächshaus nicht vergessen.
Folienzelt oder Kleingewächshaus?

 

Tiere im Winter

 

Wenn du Probleme mit Wildverbiss durch Mäuse, Kaninchen oder Rehe hast, solltest du die beim Baumschnitt anfallenden Äste und Zweige liegen lassen, um die Tiere mit diesem Angebot von den gepflanzten Junggehölzen abzulenken. Als Vorsorge wird die vorhandene Gartenumzäunung auf Schlupflöcher kontrolliert.

 

Bei der Bodenbearbeitung ist es möglich, dass man Eigelege von Schnecken findet. Diese sollten aufgesammelt und vernichtet werden.

 

Ob man Vögel und alle anderen wildlebenden Tiere nur bei einer geschlossenen Schneedecke oder ganzjährig füttert, darüber gehen die Meinungen auseinander. Es gibt gute Gründe für beide Varianten. Einerseits ist die Unabhängigkeit in der Futtersuche für das Überleben der Tier wichtig, anderseits ist eine ganzjährige Gewöhnung bei der Futtersuche im Winter von Vorteil.
Gründe für die Winterfütterung

 

Rotkehlchen, Schwarzmeise, Drossel und Star sind "Weichfresser". Sie werden mit Haferflocken, Körner oder geschroteter Kleie im Rindertalg, trockenen Beeren und Apfelstückchen gefüttert.

 

Meisen, Finken und Ammen, also die "Körnerfresser", bevorzugen Sonnenblumenkerne und ein Gemisch aus Hanf, Hirse und Gerste. Speisereste sind absolut ungeeignet. Die darin enthaltenen Gewürze, sowie das Wasser schädigen die Tiere.
Winterfütterung - wenn, dann so!

 

Das Futterhäuschen sollte an einem übersichtlichen Platz stehen, damit es gut erkannt wird und die Vögel räubernde Katzen rechtzeitig erkennen. Meisenknödel und Futterglocken hängen möglichst regengeschützt, unter einem Dach.

 

Weitere Vorbereitungen

 

Alle Gartengeräte sollten auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft werden, kaputte Geräte werden repariert oder ersetzt. Gartengeräte begleiten uns oft ein Leben lang. Deshalb sollte beim Kauf in erster Linie auf ihre Handlichkeit und nicht auf den Preis geachtet werden.

 

Der Monat Februar kann auch genutzt werden um zu überprüfen, ob alle für die Frühjahrssaat erforderlichen Sämereien vorhanden sind. Fehlende werden jetzt gekauft oder bestellt, denn im Frühjahr nimmt die Gartenarbeit zu und die freie Zeit ab.

 

Bei mir bleibt immer ein wenig Saatgut vom Vorjahr liegen. Wenn das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum noch nicht das aktuelle Datum erreicht hat, kann ich die Samen verwenden. Der Abgleich mit dem Haltbarkeitsdatum sollte auch beim Kauf erfolgen, denn es kann vorkommen, dass einige Märkte alte Ware anbieten. Saatgut hat nur eine begrenzte Keimfähigkeit, die allerdings von Gattung zu Gattung unterschiedlich ist.

 

Die im Laufe des vergangenen Jahres selbst geernteten Sämereien werden öfters kontrolliert, um eventuelle Schädigung einzudämmen. Sind die geernteten Samen darüber hinaus noch nicht gereinigt worden, lässt sich diese Arbeit jetzt durchführen. Das gereinigte Saatgut sollte in Leinensäckchen an kühlen, trocknen und dunklen Orten gelagert werden, wobei eine genaue Kennzeichnung der Behältnisse mit Art bzw. Sorte und Erntejahr vorteilhaft ist.

 

Wer sich noch keine Gedanken über die Gartengestaltung gemacht hat, sollte schnell damit anfangen. Dazu besorgt man sich Informationen und Kataloge zu dieser oder jener Neuanpflanzung, die man ins Auge gefasst hat. Während es draußen ungemütlich ist, bietet es sich an, sich theoretisch mit dem Thema zu beschäftigen.

 

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