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Winter

Lange vor der wissenschaftlichen Wetterbeobachtung haben Menschen, besonders Bauern, Winzer und Schäfer, also alle, die darauf angewiesen waren, das Wetter beobachtet, um eine Vorhersage treffen zu können. Die Erkenntnisse wurden in Versform gefasst, um sie besser weitergeben zu können. Sie beziehen sich auf bestimmte Tage, deren Wetter für eine spätere Periode prägend sein sollen, oder sind allgemeine Aussagen zur Wetterentwicklung nach bestimmten Wetterereignissen. Auch das Verhalten der Tier wurde berücksichtigt. In die Schlussfolgerungen aus den Beobachtungen floss oft auch der Wunsch der Menschen auf eine gute Ernte, oder andere positive Ereignisse ein, was heute die Kritiker auf den Plan ruft. Der Spruch: "Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder bleibt, wie es ist" ist lustig, aber keine Bauernregel. Durch die allgemeine Klimaveränderung verlieren viele Bauernregeln an Aussagekraft.

 

Lostage sind Tage, die für bestimmte Wetterereignisse stehen. Viele dieser alten Festtage und Namenstage sind kaum noch bekannt. Am bekanntesten sind die vier Eisheiligen (Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie vom 12. bis zum 15. Mai).

 

Allgemeingültige Regeln

 

Winter

Eine dichte Decke Schnee tut keinem Garten weh, sie ist das Betttuch unsrer Erd' und allen Gärtnern wünschenswert.
Der Abend rot, der Morgen grau, gibt das schönste Himmelsblau.
Ziehen die Wolken dem Wind entgegen, gibts am andern Tage Regen.
Funkelnde Sterne, kommt ander' Wetter gerne.
Ander' Wind, ander' Wetter.
Hasen, die springen, Lerchen, die singen, werden sicher den Frühling bringen.
Viel Regen, wenig Schnee, tut Äckern und Bäumen weh.
Bleibt der Winter fern, nachwinterts gern.

 

Allgemeine Bauernregeln für den Januar

 

Winter

Anfang und Ende vom Januar, zeigen das Wetter fürs ganze Jahr.
Ist er warm der Januar, wenig taugt das ganze Jahr.
Januar weiß und rau, nützt nicht nur dem Gartenbau.
Im Januar viel Regen und wenig Schnee, tut Saaten, Wiesen und Bäumen weh.
Fehlen im Januar Schnee und Frost, gibt der März gar wenig Trost.
Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rauh.
Wirft der Maulwurf seine Hügel neu, währt der Winter bis zum Mai.
Wie viel Regentropfen ein Januar, soviel Schneeflocken im Mai.
Braut der Januar Nebel gar, wird das Frühjahr nass führwahr.
Ist der Januar gelinde, folgen im Frühjahr rauhe Winde.
Wächst das Gras im Januar, so wächst es schlecht im ganzen Jahr.
Wächst die Frucht im Januar, kommt bestimmt ein böses Jahr.
Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt er im Februar sein Gesicht.
Ein schöner Januar bringt ein gutes Jahr.
Januarsonne hat weder Kraft noch Wonne.
Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen.
Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß.
Je frostiger der Januar, desto freundlicher das Jahr.
Ist der Januar kalt und weiß, kommt der Frühling ohne Eis.
Werden die Tage länger, wird der Winter strenger.
Ist der Januar nass und warm, wird der Bauersmann gerne arm.
Januar warm, dass Gott erbarm!
Wenn im Jänner Gewitter toben, dann gibt's im Jahr nicht viel zu loben.

 

01. bis 10. Januar

 

Winter

01.01. - Neujahr
Die Neujahrsnacht still und klar, bedeutet ein gutes Jahr.
Wenn's um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt.
Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und große Plag.
Wenn die Sonne auf Neujahr hell aufgeht, so gibt's ein gutes Jahr.
Wenn's um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt.

 

02.01. - Makarius
Makarius das Wetter prophezeit für die ganze Erntezeit.

 

03.01. - Genovefa
Bringt Genovefa uns Sturm und Wind, so ist Waltraud (9.4.) uns oft gelind.

 

06.01. - Heilige Dreikönige
Heilige Dreikönig sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.
Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so folgt auch keiner mehr dahinter.
Ist Dreikönig hell und klar, gibt's viel Wein das ganze Jahr.

 

07.01. - St. Valentin
St. Valentin nimmt die Feiertag hin.

 

08.01. - St. Erhard
St. Erhard mit der Hack', steckt die Feiertag in den Sack.

 

09.01. - St. Julian und St. Gregor
St. Julian bricht das Eis, bricht er es nicht umarmt er es.
Das Eis zerbricht St. Julian, wo nicht, da drückt er's fester an.
Scheint an Gregor die Sonne, herrscht bei Korn- und Weinbauern Wonne.

 

10.01.
Am 10. Jänner Sonnenschein, bringt reiche Ernte und guten Wein.

 

11. bis 20. Januar

 

11.01. - St. Weselius
St. Weselius hell und klar, für den Wein ein gutes Jahr.

 

15.01. - St. Pauli
Bringt St. Pauli Wind, so regnet es geschwind.
Ist's am St. Paulitag gelinde, bringt uns der Lenz raue Winde.

 

16.01. - Marcellus
Wie das Wetter an Marcellus war, so wird's im September - trüb oder klar.

 

17.01. - Antonius
Wenn an Antonius die Luft ist klar, gibt's bestimmt ein trockenes Jahr.

 

20.01. - Fabian
An Fabian und Sebastian fängt Baum und Tag zu wachsen an.
An Fabian und Sebastian fängt der rechte Winter an.

 

21. bis 31. Januar

 

Winter

21.01. - St.Agnes
Wenn St.Agnes gekommen, wird neuer Saft im Baum vernommen.

 

22.01. - St. Vinzenz
Wie das Wetter an St. Vinzenz war, so wird es sein das ganze Jahr.
Watet St. Vinzenz im Schnee, gibt's viel Heu und Klee.

 

23.01. - St. Klemens
Dem heiligen Klemens traue nicht, selten zeigt er sein wahres Gesicht.

 

25.01. - St. Paulus
Schön an Pauli Bekehrung - bringt allen Früchten Bescherung.
St. Paulus kalt mit Sonnenschein, wird das Jahr wohl fruchtbar sein.
Pauli Bekehr, der halbe Winter hin, der halbe her.

 

26.01. Timotheus
Timotheus bricht's Eis, hat er keins, dann macht er eins.

 

30.01. - Martina
Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Frücht' und Wein.

 

31.01. - Virgilius
Friert es hart auf Virgilius, im März noch viel Kälte kommen muss.

 

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