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Vortreiben und Ernten

 

Rhabarber, der Anfang Januar mit einer starken Schutzdecke versehen wird, treibt im Frühjahr zeitiger aus. Voraussetzung ist, dass der eventuell vorhandener Schnee entfernt wird.

 

Der im November für das Treiben vorbereitete Rhabarber kann jetzt in einem nicht zu kalten Keller aufgestellt werden. Die Wurzelstöcke werden eng aneinander aufgestellt, wobei die Zwischenräume mit Torf ausgefüllt werden. Der Torf muss ständig feucht gehalten werden. Je dunkler und wärmer der Raum ist, umso länger und zarter werden die Blattstiele.
Mehr zum Vortreiben des Rhabarbers!

 

Im Januar kann man auch Schnittlauch vortreiben. Dafür wird, in einer frostfreien Periode, ein Stück des eingezogenen Freilandschnittlauches ausgegraben und bei 15° C im Topf, bei Zimmertemperatur am Fenster, weiter kultivieren.

 

Petersilie, Löffelkraut, Winterportulak, Feldsalat, Roter Zichoriensalat, Grünkohl und Rosenkohl können, wenn diese Pflanzen mit Reisig abgedeckt wurden, noch geerntet werden. Geerntet wird generell bei frostfreiem Wetter. Sollte es in Ausnahmefällen nicht möglich sein, müssen die Gemüse in einem kühlen Raum langsam auftauen.

 

Bevor längere Frostperioden zu erwarten sind, sollte der Rosenkohl geerntet werden, sonst sind die meisten Röschen nicht mehr zu gebrauchen. Bei Temperaturen unter -10° C verlieren sie an Wert. Wenn längere Frostperioden drohen, werden die Strünke daher geerntet und im kühlen Lager aufgehängt.

 

An regnerischen und dunklen Tagen baut Wintersalat kein oder nur wenig Nitrat ab. Daher sollte er an diesen Tagen nicht geerntet werden. Gerade bei Wintersalat ist Nitrat immer ein Problem, da die Höhe von der Stickstoffdüngung und der Lichtmenge abhängig ist. Besonders bei dunkelgrünen Pflanzen ist Vorsicht geboten. Besser ist es hellgrüne und mittelgrüne Pflanzen zu verzehren. Die beste Erntezeit am Nachmittag, dann hatten die Pflanzen Zeit Nitrat abzubauen.

 

Viele Sprossen lassen sich auf der Fensterbank kultivieren und liefern den ganzen Winter vitaminreiche Beilagen. Dazu gehören: Kresse, Alfalfa, Mungbohnen, Sojabohnen und Kichererbsen.

 

Die Hagebutten der Hundsrose sind jetzt durch den Frost so weich geworden, dass sich die süßsaure Paste leicht aus der Schale pressen lässt und roh gegessen werden kann.

 

Auch Mispeln [Mespilus germanica] werden erst nach Frosteinwirkung genießbar. Dann sind die Gerbstoffe weitestgehend abgebaut. In milden Wintern wird man mit der Mispelernte also bis weit in den Januar warten müssen.

 

Winterlandschaft

 

Gehölzpflege im Januar

 

Um den "Stoffwechsel" der Obstbäume nicht durcheinander zu bringen, werden diese in diesem und/oder im nächsten Monat ausgelichtet oder verjüngt. Gehölze werden grundsätzlich nur an frostfreien Tagen geschnitten. Eine scharfe Gartenschere ist selbstverständlich. Die offenen Schnittwunden sollten, wenn sie größer als ein 20 Cent Stück sind, mit Wundbalsam (Baumwachs) bestrichen werden. Es fördert Wundheilung und verhindert Pilzbefall.
Obstbaumschnitt

 

Auch schwach wachsenden Obstbäumen sollten geschnitten werden. Im Frühjahr nimmt die Anreicherung von Bildungsstoffen in den Trieben zu. Werden die Triebe früh geschnitten, gehen relativ wenige Stoffe verloren. Erfolgt der Gehölzschnitt spät, gehen dem Gehölz mehr Aufbaustoffe verloren und der Zuwachs verringert sich. Apfel- und Birnbäume, die im vergangenen Jahr stark gewachsen sind und wenig getragen haben werden deshalb erst im März bzw. Anfang April geschnitten.

 

Wenn man es versäumt hat die Johannisbeeren und Stachelbeeren gleich nach der Ernte auszuschneiden, kann man dies in diesem Monat noch nachholen. Es werden die 3- bis 4-jährigen Triebe, erkennbar an der dunklen Färbung, ausgeschnitten. Kranke Blätter und Fruchtreste werden vernichtet.

 

Wenn an den Johannisbeeren ungewöhnlich aufgeblasene Knospen zu sehen sind, müssen diese herausgebrochen werden. In ihnen überwintern die Gallmilben. Unter Umständen müssen ganze Triebe entfernt werden.

 

Bei den Himbeeren wird das vorjährige Holz abgeschnitten.

 

Wenn du im Frühjahr die Obstgehölze veredeln möchtest, sollten du jetzt die Edelreiser schneiden und in feuchtem Sand einschlagen. Sie werden im März und April benötigt.

 

Pflanzenschutz

 

Wenn du im Garten Probleme mit Wildverbiss (Kaninchen, Mäuse etc.) hast, solltest du die beim Baumschnitt angefallenen Ästen und Zweige liegen lassen, um die Tiere, mit diesem Angebot, von den gepflanzten Junggehölzen abzulenken.

 

Wacholderrost im Winter

Wacholderrost, die Sporen im Frühjahr

Birnengitterrost,im Sommer

Damit Bäume keine Frostschäden durch starke Tag/Nacht-Temperaturschwankungen erleiden, können die Stämme weiß gekalkt werden. Die Gefahr von Frostschäden ist im Frühjahr besonders groß. Der helle Kalkanstrich reflektiert Sonnenstrahlen und reduziert damit die Erwärmung der Rinde am Tage. Die passenden Anstrichmittel können im Fachhandel bezogen werden. Möglich ist auch eine Beschattung der Südseite des Stammes, z.B. mit einer Strohmatte, um die Sonneneinstrahlung zu reduzieren.

 

Die Raupenleimringe an den Baumstämmen müssen überprüft werden.

 

Die letzten von Monilia befallenen "Fruchtmumien" von Pflaume, Apfel oder Birne müssen noch aus dem Garten entfernt werden, bevor sich im Frühjahr der Pilz erneut ausbreiten kann.

 

Um den Befall der Obstbäume durch diverse Schädlinge wie z.B. Obstbaumspinnmilben, Apfelblütenstecher, Frost- und Ringelspanner zu reduzieren, werden die Eigelege der Schädlinge mit einer harten Bürste vom Stamm der Bäume entfernt bzw. abgekratzt.

 

Wenn der Birnbaum im letzten Jahr unter Birnengitterrost (Wacholderrost), erkennbar an orangebraunen Flecken auf den Birnenblättern und "Warzen" unter den Blättern, litt, solltest du dich im Garten nach einem chinesischen Wacholder umschauen und diesen roden. Der Chinesische Wacholder ist Zwischenwirt des Pilzes, nicht dagegen der heimische Wacholder [Juniperus communis].

 

Der Pilzbefall am Wacholder zeigt sich durch unnatürliche Verdickungen im Geäst. Siehe Foto! Im Frühjahr brechen diese Wucherungen auf. Die Sporen treten aus und verteilen sich bis zu 600 Meter im Umkreis.
Birnengitterrost und resistenten Wacholderarten!

 

Lagerung von Obst und Gemüse

 

Wie bei den eingelagerten Zierpflanzen wird auch das Gemüse- und Obstlager regelmäßig in Augenschein genommen, um eventuell schadhaftes Obst und Gemüse zu entfernen, bevor sich Schimmel und andere Pilzerkrankungen ausbreiten.

 

Kohlköpfe, Steckrüben, Chinakohl und Wirsing werden auf einem Holzregal gelagert, wobei sich die Köpfe nicht berühren dürfen.

 

Kürbisse lagern besser in kühler, trockener Luft, als in kühler Kelleratmosphäre. Angeschnittene Kürbisse lagert man besser gewürfelt und eingefroren.

 

Sowohl für die Lagerung im Keller, als auch in Frühbeeten oder Erdmieten gilt, dass das Erntegut gut vor Mäusen geschützt wird.

 

Zu warme Lagerung kann bei einigen Gemüsearten zu einer Umwandlung von Nitrat in gesundheitsschädliches Nitrit führen. Kühle Lagerung bei ausreichender Sauerstoffversorgung fördert dagegen den Nitritabbau.

 

Gemüse soll nicht mit Obst zusammen gelagert werden. Die Absonderung des Reifehormons Ethylen (z.B. bei Äpfeln) lässt Gemüse (und Pflanzen) welken.

 

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