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Hülsenfrüchte

 

  • Wer noch keine Buschbohnen ausgesät hat kann dieses noch bis zum 15. Juli tun. Bei einer späteren Aussaat würde die Ernte nach Mitte September erfolgen, wo die Nächte schon zu kühl sind. Für diesen recht späten Anbautermin müssen Sorten mit kurzer Entwicklungszeit verwendet werden.

Erbsen, Blüte und Frucht

 

  • Die bereits herangewachsenen Bohnen sind anzuhäufeln und ständig abzuernten.

 

 

  • Wer in diesem Monat die Bohnen und Erbsen abgeerntet hat, sollte das Kraut nicht herausreißen, sondern kurz über dem Boden abschneiden, damit zusammen mit den Wurzeln auch die Knöllchenbakterien weiter Stickstoff für die nachfolgenden Kulturen entwickeln können. Die Wurzeln werden außerdem durch die Bodenlebewesen zu Humus verarbeitet.

 


 

Gurken

 

  • Im Juli werden die Gurken gut gegossen und gedüngt. Für die Entwicklung der großen Blattmasse benötigen die Gurken viel Stickstoff, aber auch Kali und Phosphor dürfen nicht vergessen werden. Ein chloridfreier, stickstoffreicher Volldünger ist gut für die Gurken. Beim gießen bemühe ich mich die Blätter nicht zu benetzen.

 

Gurkenblüte
Gurkenblüte

 

  • Je schneller man Gurkenfrüchte erntet umso schneller entwickeln sich Nachfolger. Geerntet wird mit dem Messer, damit die Pflanzen nicht verletzt werden.

 

 


 

Knollengemüse & Wurzelgemüse

Kohlrabis im Vergleich
Kohlrabis im Vergleich

 

  • Wer jetzt noch Kohlrabi pflanzen will muss Sorten mit kurzer Entwicklungszeit haben.

 

  • Auch Möhren können im ersten Drittel noch ausgesät werden. Die Ernte erfolgt dann im Oktober. Der Reihenabstand ist mit 15 bis 18 Zentimeter gut gewählt.

 

  • Die schon früher ausgesäten Möhren, so sie noch nicht erntereif sind, können mit einem stickstoffarmen, kalireichen Volldünger gedüngt werden.

 

  • Ich bin ein Freund der Schwarzwurzel, deshalb wird sie bei mir im Juli gehackt und angemessen gedüngt, kalireich und stickstoffarm.

 

  • Knollensellerie müssen reichlich gegossen und mit kalibetonten Dünger versorgt werden.

 


Erdbeeren
Erdbeeren

 

Erdbeeren

 

  • Das Erdbeerbeet wird vom Unkraut befreit und gedüngt.

 

  • Im Juli und August ist Pflanzzeit für Erdbeeren. Erdbeeren sollen nur zwei, höchstens drei Jahre auf einem Beet stehen bleiben. Die Pflanzen für die Neuanlage eines Erdbeerbeetes kann man aus dem eigenen Bestand gewinnen. Dazu werden die ersten zwei Pflänzchen hinter der Mutterpflanze, sobald sie wurzeln gebildet haben, auf einem separaten Beet im Abstand von 10 mal 10 Zentimeter ausgepflanzt. Die für das Anzuchtsbeet vorgesehene Fläche wird mit Kompost oder verrottetem Stalldung verbessert. Die Jungpflanzen dürfen nicht welken, darum ständig feucht und immer leicht schattig halten. Wenn der endgültige Standort für die Erdbeeren frei geworden ist können sie umgepflanzt werden.

 

  • Von den Erdbeerpflanzen, die nicht für die Vermehrung dienen, werden die Ranken entfernt. So können sich die Mutterpflanzen besser auf das kommende Jahr vorbereiten.

 


Rhabarberblüte
Diese Rhabarberblüte hätte schon längst entfernt werden müssen.

 

Weitere Tipps zu Gemüse und Kräuter

 

  • Wenn man Paprika angebaut hat sollte man diesen jetzt auch düngen.

 

  • Tomaten müssen regelmäßig ausgegeizt, angebunden und alle zwei Wochen flüssig gedüngt werden.

 

 

  • Für eine gute Rhabarberernte im kommenden Jahr kann eine letzte Düngung in diesem Jahr beitragen. Dazu nimmt man je Quadratmeter 20 Gramm Volldünger und 20 Gramm Stickstoffdünger. Das Ganze wird flach eingehackt und anschließend sehr gut gewässert.

 

  • Frühkartoffeln sind erntereif, wenn das Kraut vergilbt.

 

  • Trockene Witterung und starke Sonnenbestrahlung bewirken eine Verfärbung der weißen Blume beim Blumenkohl. Um dies zu verhindern sollten zwei bis drei Blätter als Schattenspender über den Blumenansatz gelegt werden, damit diese bis zur Ausreifung weiß bleiben.

 

  • Blattgemüse wird am Abend geschnitten, Knollen und Wurzeln sind dagegen besser schon am Morgen zu ernten.

 

  • Basilikum, Thymian, Majoran, Bohnenkraut, Rosmarin und Salbei geben zu Beginn der Blüte das beste Aroma, Origano während der Blüte. Von diesen Kräutern kann man jetzt einen Wintervorrat anzulegen.

 


 

Obstbäume

 

Schattenmorelle
Schattenmorelle

  • Ein kritischer Blick auf die Obstbäume ist im Juli angebracht. Äste, die zu schwer zu tragen haben bekommen eine Stütze.

 

  • Pfirsiche und Aprikosen werden kräftig gewässert.

 

  • Von Ende Juli bis Mitte September sind die abgeernteten Obstbäume zu schneiden, weil die Wunden jetzt besser verheilen als nach einem Winterschnitt.

 

  • Die Langtriebe der Schattenmorellen müssen nach der Ernte eingekürzt werden.

 

  • Bei Süßkirschen ist nur gelegentlich ein Schnitt notwendig. Wer seinen Süßkirschbaum "frisieren" möchte schneidet ihn gleich nach der Ernte. Die wunden können bis zum Winter gut verheilen.

 

  • Auch bei den anderen Obstgehölzen sind die Konkurrenztriebe zu entfernen. Die Wasserschosser sollten abgeschnitten werden.

 

  • Auch Walnussbäume können jetzt noch geschnitten werden.

 

  • Wenn man steile Apfeltriebe waagerecht bindet, wird die Bildung der Blütenknospen gefördert.

 


 

Obststräucher

 

Schwarze Johannisbeere
Schwarze Johannisbeere

  • Auf jeden Fall ist es günstig abgeerntete Stachel- und Johannisbeersträucher nach der Ernte auszulichten. Im belaubten Zustand ist besser zu erkennen, wo die Schere nötig ist.

 

  • Johannisbeersträucher bringen große Beeren, wenn man je Strauch nur maximal fünf verholzte Triebe stehen lässt. Die ältesten Triebe schneide ich zur Ernte ab. Sie lassen sich dann leichter pflücken. Dies trifft nicht für Schwarze Johannisbeeren zu.

 

  • Gründliches Mulchen und eine Volldüngergabe sind nach der Ernte empfehlenswert.

 

  • Wer sehr viele Johannisbeeren hat, sollte mal versuchen einen Johannisbeerwein herzustellen. Mir schmeckt er immer wieder sehr gut.

 

  • Nachdem die Himbeerruten abgeerntet sind, schneidet man sie ganz herunter und lässt nur die neuen Triebe stehen. Diese tragen im nächsten Jahr.

 

  • Gehackt wird nicht. Himbeeren sind Flachwurzler. Es reicht, organisches Material (abgelagerten Mist, Kompost) auf der Oberfläche zu verteilen.

 


 

Frühbeet und Gewächshaus

 

  • Gewächshäuser und Frühbeetkästen werden an sonnigen Tagen gelüftet und eventuell auch schattiert.

 

  • Alle Pflanzen müssen reichlich gegossen werden.

 

  • Die Gurken werden schattieren. Eine hohe Luftfeuchtigkeit, sowie eine reichliche Düngung sind notwendig.

 

  • Die reifen Gurken erntet man bei einem Fruchtgewicht von zirka 400 bis 500 Gramm.

 


 

Obstweine

 

  • Ein Obstwein ist bekömmlich und für vergnügte Stunden ein willkommenes Getränk. In reichen Gartenjahren lohnt es sich besonders, Obst zu Wein zu bereiten. Das gelingt leider nicht immer zur Zufriedenheit der Gartenfreunde.

 

  • Frisches Obst ist das beste Ausgangsmaterial. Es kann auch Fallobst verwendet werden, wenn die Schadstellen ausgeschnitten sind. Sauberkeit ist das oberste Gebot bei der Herstellung, andernfalls endet die Weinherstellung als Essig.

 

  • Zur Weinbereitung wird Reinzuchthefe verwendet. Diese wird nach den Herkunftsgebieten bzw. Weinsorten bezeichnet. Die meisten Hefen sind in der Lage, Alkoholwerte bis maximal 18 Vol. % zu erreichen.

 

  • Neben dem Alkoholgehalt ist der Säuregehalt ein wertbestimmender Bestandteil des Weines. Wie viel Säure haben aber meine Früchte? Dies muss ich wissen, um festlegen zu können, wie hoch Wasser- und Zuckerzusatz sein müssen. Angaben zum Säuregehalt der Früchte können Sie auf meiner "Obstweinseite" finden.