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Auf dieser Seite finden Sie folgende Themen:
Der Siebenschläfer
Die Zeichen der Natur
Allgemeine Bauernregeln für Juni
Lostage - 1. bis 10. Junil
Lostage - 11. bis 20. Juni
Lostage - 21. bis 30. Juni

 

Der Siebenschläfer

Eine Bauernregel sagt: so wie das Wetter am Siebenschläfer ist, so bleibt das Wetter sieben Wochen lang. Demnach entscheidet sich am 27.06. wie der Sommer wird - sonnig, regnerisch oder unbeständig.
Tatsächlich gibt die Wetterregel eine allgemeine Erfahrung wieder. Bildet sich zwischen dem 20. Juni und dem 10.Juli ein kräftiges Azorenhoch, werden die folgenden Wochen meistens warm und trocken. Wenn nicht, tragen Westströmungen atlantische Tiefdruckgebiete nach West- und Mitteleuropa, mit Wind, Wolken und Regen. Dabei erreicht der Siebenschläfertag nach Angaben der Wetterdienste eine Trefferquote von etwa 65%, also in zwei von drei Fällen stimmt das Wetter am 27. Juni mit dem kommenden Sommerwetter überein. Nimmt man die gesamte Periode von Ende Juni bis Anfang Juli, dann werden sogar 70% Vorhersagegenauigkeit erreicht. Die Wetterdienste haben auch keine wesentlich höhere Genauigkeit.
Seinen Namen hat der Siebenschläfer von sieben schlafenden Jünglingen, die sich der Sage nach im Jahr 251 vor der Christenverfolgung in einer Höhle bei Ephesos retteten. Nach 195-jährigem Schlaf erwachten sie am 27. Juni 446 auf wundersame Weise wieder. Was das mit dem Wetter zu tun hat, weiß keiner. Die Regel hat sich aber durchgesetzt. Daran konnte auch die Tatsache nichts ändern, dass der angebliche Wetterstichtag nach der Umstellung vom Julianischen auf den Gregorianischen Kalender im Jahr 1582 auf den 8. Juli hätte wandern müssen.

 

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Die Zeichen der Natur

Mit der Holunderblüte hält der Frühsommer Einzug. Im langjährigen Mittel fällt diese auf den 05.Juni.

Der Winterroggen blüht ab dem 07. Juni.

Die Heuernte beginnt im langjährigen Mittel am 12.Juni.

Die Frühkartoffeln werden ab 24.Juni geerntet.

Um den 26.Juni können meist die ersten Frühkirschen geerntet werden.

 

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Allgemeine Bauernregeln für Juni

Auf den Juni kommt es an, ob die Ernte soll bestahn. Juni muss den Ausschlag geben für den künft'gen Erntesegen.
Gibt's im Juni Donnerwetter, wird auch das Getreide fetter.
Was im Juni nicht wächst, gehört in den Ofen.

 

Fliegt der Kiebitz tief und die Schwalbe hoch, bleibt das trock'ne Wetter noch.

 

Im Juni kühl und trocken, dann gibt's was in die Milch zu brocken.
Reif in der Juninacht, den Bauern Beschwerde macht.
Wenn nass und kalt der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr.

 

Juni feucht und warm, macht den Bauern nicht arm.
Juni trocken mehr als nass, füllt mit gutem Wein das Fass.
Vor Johanni bet' um Regen, nachher kommt er ungelegen.

 

Im Juni muss vor Hitze braten, was im September soll geraten.
Stellt der Juni mild sich ein, wird mild auch der Dezember sein.
So kalt wie der Dezember, so heiß wird der Juni.

 

Nordwind im Juni weht Korn ins Land.
Der Nordwind ist ein rauher Vetter, aber er bringt beständig Wetter.
Weht's aus Ost bei Vollmondschein, stellt sich strenge Kühle ein.

 

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Bauern- und Wetterregeln

Taschenbuch - Reihe
Bauern- und Wetterregeln
Egon Binder. 3., aktualisierte Aufl. 2009. 191 S., 55 Kupfer- und Holzschnitte, kart. € 9,90
Gibt es eine zuverlässige Wettervorhersage ohne hochmoderne Satellitenanlagen und Wetterstationen? Ja - dank der jahrhundertealten Erfahrung unserer Ahnen!
Bewährte Bauern- und Wetterregeln haben auch noch heute ihre Gültigkeit. Hier finden Sie neben einer ausführlichen Sammlung alter Regeln eine Fülle von Informationen rund um das Thema Wetter. Ein nützlicher, unterhaltsamer und täglicher Begleiter für Hobbygärtner, Naturfreunde und sonstige Wetterbegeisterte.

 

Lostage - 1. bis 10. Juni

1. Juni - Fortuna
Ist's am Fortunatstag klar, so verheißt's ein gutes Jahr.
Schönes Wetter auf Fortunat, ein gutes Jahr zu bedeuten hat.

 

8. Juni - Medardus
Medardus ist ein nasser, hält so schlecht das Wasser.
Regnet's am Medardustag, regnet's 40 Tag danach.
St.Medard keinen Regen trag, es regnet sonst wohl 40 Tag.
Wie St. Medardus wittert, solch Wetter dreißig Tag zittert.
Macht Medardus feucht und naß, regnet's ohne Unterlaß. Schier dasselbe gelten mag, von St. Margaretens Tag.
An Medardus am Regen Behagen, will er ihn auch in die Ernte jagen.

 

10. Juni - Margarete, die Regenfrau
Hat Margarete keinen Sonnenschein, kommt das Heu nie trocken rein.

 

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Lostage - 11. bis 20. Juni

 

11. Juni - Barnabas
Regnet es an Barnabas, schwimmen die Trauben bis ins Fass.
Barnabas macht Bäum` und Dächer nass^.
Mit der Sens' der Barnabas - schneidet ab das längste Gras.
Wenn Barnabas bringt Regen, so gibt es auch viel Traubensegen.
St. Barnabas hat den längsten Tag und das längste Gras.
Auf Barnabe die Sonne weicht, auf Lucia sie wieder zu uns schleicht.

 

13. Juni - St. Anton
Wenn an St. Anton gut Wetter lacht, St. Peter (29.) viel in Wasser macht.

 

15. Juni - St. Vitus
Hat St. Vitus starken Regen, bringt er unermesslich Segen.
Ist zu St. Veit der Himmel klar, dann gibt's gewiss ein gutes Jahr.
St. Veit bringt die Fliegen mit.
Die Nachtigall singt nur bis Vitustag.
Der Wind dreht sich um St. Veit, da legt sich's Laub auf die andere Seit´.
St. Veit hat längsten Tag, die heilige Lucia macht´s mit der Nacht ihm nach.

 

16. Juni - Benno
Wer auf Benno baut, kriegt auch viel Kraut

 

19. Juni St. Gervasius
Wenn's regnet an Sankt Gervasius, es vierzig Tage regnen muss.

 

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Lostage - 21. bis 30. Juni

24. Juni - Johannisnacht
Vor Johanni bitt um Regen, hernach kommt er ungelegen.
Glühen Johanniswürmchen helle, schöner Juni ist zur Stelle.
Johannis tut dem Winter wieder die Türe auf.
Bis Johannes wird gepflanzt, ein Datum, das` dir merken musst.
Der Kuckuck kündet teure Zeit, wenn er nach Johanni schreit.
Regnet's am Johannistag, regnet es noch vierzehn Tag.
Johanni trocken und warm, macht den Bauern nicht arm.
Vor dem Johannistag man keine Gerste loben mag.
Wenn Johanniskäfer hell leuchten im Garten, dann ist gut Wetter zu erwarten.
Tritt auf Johannes Regen ein, so wird der Nußwuchs nicht gedeih'n.
Sankt Johannis Regengüsse verderben die besten Nüsse.
Wenn Johannes ist geboren, gehen die langen Tag´ verloren.
An St. Johanni Abend leg die Zwiebel in ihr kühles Bett.
Am Johannismorgen ist Gerste und Hafer noch nicht geraten, noch nicht verdorben.
Von St. Johann läuft die Sonne winteran.
Vor Johanni macht man Gras in die Weide, nach Johanni heraus.

 

27. Juni Siebenschläfertag
Regnet's am Siebenschläfertag, regnet's noch sieben Wochen nach.
Ist der Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass.
Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, so regnets vier ganze Wochen.
Ist Siebenschläfer ein Regentag, regnet's noch sieben Wochen nach.
Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen so bleiben mag.

 

29. Juni St. Peter und Paul
St. Peter und Paul klar, bringt ein gutes Jahr.
Regnet es an Peter Paul, wird des Winzers Ernte faul.
Ist es an Peter-Pauli klar, hoffe auf ein gutes Jahr.
St. Peter und St. Paul machen dem Korn die Wurzeln faul.
Regnet's am St. Peterstag, drohen dreißig Regentag.

 

 

 

 

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