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Zum Spickzettel März. Hier findest du einen schnellen Überblick zu Aussaat-, Pflanzungs- und Erntemöglichkeiten, sowie zu Pflegemaßnahmen in diesem Monat.

 

 

März im Allgemeinen

 

Schneeglöckchen

Wo auch immer du wuchernden Pflanzen im Garten Grenzen setzen willst, tu es jetzt. Das Schafft Platz für neue Ideen.

 

Wer es noch nicht geschafft hat, Anbaupläne und Pflanzskizzen für die neuen Beete zu erstellen, sollte dies spätestens jetzt machen. Dies ist zwar nicht zwingen notwendig, hilft aber bei einer optimalen Bodenausnutzung und richtigen Pflanzfolge.
Pflanzen, die sich gegenseitig begünstigen und solche, die sich behindern!

 

Freie Zeit, an sonnigen Tagen, kann man gut zum Reinigen der Gartenmöbel im Winterquartier nutzen. Auch das Frühbeet und das Gewächshaus müssen gereinigt, desinfiziert und, wenn nötig, ausgebessert werden. Das Putzen der Fenster bringt Licht- und Wärmevorteil.

 

Spaliere und Rankhilfen werden kontrolliert, gereinigt und falls notwendig lackiert oder imprägniert.

 

Der richtige Zeitpunkt für den Gartenstart hängt vor allem vom regionalen Klima ab. Vielerorts ist es noch zu kalt, oft drohen nachts kräftige Fröste. Die Natur bietet uns unabhängig von Wohnort und Kalenderdatum deutliche Zeichen. Das Ende des Winters wird durch den Blühbeginn von Schneeglöckchen und Haselnuss angezeigt. Mit dem Einzug des Vorfrühlings wird die Gartensaison eröffnet. Nun beginnt man auch in kälteren Regionen und in kälteren Jahren, sobald alle Schneereste weggetaut sind, mit der Vorbereitung der Beete.

 

Bodenuntersuchung - Düngung - Kompost

 

Um ein Nährstoffungleichgewicht anzuzeigen und ausgleichen zu können, kann auch im Frühjahr der Gartenboden untersucht werden. Diese Untersuchung sollte etwa alle 3 bis 5 Jahre für jeden Nutzungsbereich wiederholt werden.
Alles, was man über den Gartenboden wissen muss!

 

Mit der Düngung richtet man sich am besten nach den Ergebnissen der Bodenuntersuchung. Bei den Standardbodenuntersuchungen wird nicht der Gehalt an verfügbarem Stickstoff ermittelt, da er sich schon beim Transport zum Bodenuntersuchungslabor stark verändern kann. Stickstoff sollte den Pflanzen nur dann zur Verfügung gestellt werden, wenn sie ihn brauchen. Verabreicht man ihn jetzt, wird er von Regen und Gießwasser leicht in das Grundwasser ausgeschwemmt. Es ist daher sinnvoll ihn während der Wachstumsphase, nach und nach, in Portionen von 5 Gramm Stickstoff je Quadratmeter, auszugeben.
Bodenverbesserung und Düngung!

 

Gartenkompost enthält Stickstoff. Besonders viel, wenn der Anteil an Rasenschnitt und Gemüseabfällen groß ist. Diesem organisch gebundenen Stickstoff gibt die Komposterde

Frühling im Schnee

nach und nach, je nach Temperatur, Feuchtigkeit und anderen Faktoren, frei. Wer regelmäßig Kompost ausbringt, deckt damit den Stickstoffbedarf von Kulturpflanzen mit geringem Nährstoffverbrauch, wie beispielsweise Radieschen, Feldsalat, Knollenfenchel, Kopfsalat und Zwiebeln, völlig ab. Bei diesen Pflanzen muss gar nicht zusätzlich gedüngt werden. Bei Pflanzen mit höherem Stickstoffbedarf, wie Kohl, Zucchini u. a. muss, wenn im Frühjahr Kompost ausgebracht wurde, im weiteren Wachstumsverlauf entsprechend weniger Stickstoff gegeben werden.

 

Kompost wird am besten im Frühjahr ausgebracht. Dafür wird er durchgesiebt und von groben Bestandteilen getrennt. Je Quadratmeter sollten nicht mehr als 5 bis 10 Liter, also eine Schichtdicke von 0,5 bis 1,0 Zentimeter, verwendet werden. Obstgehölzen sind für eine Kompostgabe besonders dankbar.

 

Der im Herbst aufgesetzte Kompost wird jetzt umgeschichtet, um ihn zu belüften. Bei Luftarmut fängt er an zu faulen. Deshalb also neu mischen und aufschichten. Bei Bedarf Gesteinsmehl und Rottebeschleuniger einarbeiten.
Kompost, vom Start bis zur Reife!

 

Das Gartenjahr vorbereiten

 

In diesem Monat fange ich an die Staudenbeete abzuräumen und die restlichen Schnittarbeiten an Bäumen und Sträuchern durchzuführen. Dort, wo die Bodenbearbeitung im Herbst nicht fertig gestellt werden konnte, sollte dies jetzt nachgeholt werden. Die beim Gehölzschnitt anfallenen Äste werden gehäckselt und als Mulch unter Bäumen und Sträuchern ausgebracht, oder kompostiert.
Das Schneiden von Gehölzen!

 

Wo durch starke Niederschläge in den letzten 2 bis 3 Wochen die Gartenböden stark durchnässt sind, ist eine Bearbeitung der Rasenflächen oder der Staudenbeete derzeit noch nicht möglich. Nasse Böden lassen sich weder durch Vertikutieren noch durch Hacken lockern. Sie verschmieren nur. Hier muss unbedingt auf eine deutliche Abtrocknung der Flächen gewartet werden.

 

Gartenbeete haben eine Breite von 1,2 Meter. Nur so kann man die Mitte von beiden Seiten bequem erreichen. Der Weg zwischen den Beeten ist mit 30 bis 40 Zentimeter optimal. Als Hilfsmittel habe ich den Stiel einer 30 Zentimeter breiten Harke auf 1,2 Meter abgeschnitten. Die Wegbreite kann man auch mit den Füßen, quer zur Wegrichtung, bestimmen.

 

Frosch
Frühjahrsputz ist angesagt. Laub, Moos und Erdreste werden von den befestigten Wegen entfernt. Moos auf Gehwegplatten zerstört auf Dauer die Platten. Bei frostfreiem Boden kann man im März auch, falls notwendig, neue Wege anlegen oder die beschädigten Gartenwege ausbessern. Einige Wegplatten sind durch den Frost angehoben worden. Um Stolperfallen auszuschließen sollten diese schnellstens eingeebnet werden. Bei all diesen Erdarbeiten muss man auf Kröten und andere "Untermieter" achten.

 

Ein Vorrat an abgestandenem, erwärmtem Wasser ist im Sommer immer von Vorteil. Ich kontrolliere in diesem Monat die Stellplätze für die Regentonnen, die Regentonnen selbst und auch die Regenrinnen, sowie die Fallrohre. Oft hat sich Laub abgelagert, welches den Abfluss verhindert. Wenn keine strengen Fröste mehr zu erwarten sind, stelle ich die Regentonnen auf.

 

Im nächsten Monat muss die Wasserleitung einsatzbereit sein. Falls im Garten das Wasser im Winter abgestellt war, überprüft man jetzt, ob es doch noch Frostschäden gegeben hat.

 

Unkraut vergeht nicht

 

Auf den nicht befestigten Gartenwegen wächst das Unkraut zuerst. Wenn Sie jetzt alle Unkräuter, auch von den Beeten, entfernen, können sich diese Pflanzen nicht so schnell ausbreiten und Sie haben im Sommer eine geringere Unkrautplage. Ein kritischer Blick in den Garten kann also ganz nützlich sein und später viel Zeit sparen. Besonders überwinternde Kräuter, wie Vogelmiere, werden gejätet, da sie jetzt schon anfangen zu blühen und sich dann aussähen. Ist der Boden nicht gefroren, kann man die Pflanzen leicht mit Wurzeln herausziehen.
Alles über Unkräuter und Wildkräuter!

 

Unkräuter bzw. Wildkräuter unterscheidet man in Samen- und Wurzelkräuter. Die Samenkräuter sind in der Regel einjährige Pflanzen, die sich durch Samen vermehren, z. B. Vogelmiere, Gemeines Kreuzkraut und Franzosenkraut. Wurzelkräuter sind Pflanzen, die sich zwar auch über Samen vermehren können, aber auch einen Wurzelstock besitzen, der ihnen das überwintern ermöglicht z. B. Quecke, Große Brennnessel, Giersch, Huflattich, Löwenzahn, Distel, Schachtelhalm.
Einmal Giersch, immer Giersch!

 

Wildkräuter behindern die Kulturpflanzen in ihrer Entwickelung. Es geht dabei um den Kampf um Nährstoffe, Licht, Wasser und Luft. Sie können auch Träger bestimmter Krankheiten sein oder Schädlinge anlocken. Trotzdem haben diese Pflanzen ihre Bedeutung. Sie dienen vielen Tierarten als Nahrungs-, Brut- oder Unterschlupfbiotop. Die Brennnessel beherbergt z.B. weit mehr als 100 Insektenarten. Wildkräuter sind letztlich die Wildformen unserer Kulturpflanzen. Ein gutes Beispiel ist hier der Vergleich von Ackerveilchen und Stiefmütterchen. Viele Arten von Wildkräutern sind Heilpflanzen. Der Huflattich hilft z. B. gegen Husten. Wildkräuter sind in der Erde verwurzelt und tragen so dazu bei, dass der Mutterboden nicht vom Wind abgetragen wird. Sie sind Bioindikatoren. Unter ihnen gibt es auch ausgesprochen schöne Arten. Wenn man die Wildkräuter in ihre Grenzen verweist, können sie also schön und nützlich sein. Der Brennnessel-Giersch-Saum in der Ecke, neben dem Kompost oder hinter dem Schuppen hat seine Bedeutung für die Umwelt.

 

Neben dem Jäten bekämpft man Un- bzw. Wildkräuter durch Mulchen. Dabei sollte eine Rindenmulchschicht 7 bis 15 Zentimeter stark sein. Vergessen darfst du nicht, dass der Luftstickstoffaustausch zwischen Boden und Luft stark reduziert ist. Deshalb gibt man etwas Stickstoffdünger unter die Mulchschicht. Außerdem führt Mulchen zu einer leichten Versauerung des Bodens. Kalkbeimischung in den abzudeckenden Boden ist daher nicht verkehrt.

 

Die kleinen Helfer im Garten

 

Achtung Reptilien
Die Zeit ist ran, in der Kröten, Frösche und Molche ihr Winterquartier verlassen und zu ihren Laichgewässern wandern. Wenn sie dabei eine Fahrbahn überqueren müssen, haben sie gegen ein Fahrzeug keine Chancen. Um diese wichtigen Nützlinge zu erhalten sollten alle Fahrzeugführer, sobald sie ein Schild mit dem Hinweis auf Krötenwanderung sehen, die Fahrgeschwindigkeit drastisch senken und ständig bremsbereit sein. Diese Wanderung hält bis Mitte April an. Kröten und Gartenfrösche sind für die Umwelt, also auch für den Garten, sehr wichtig, da sie Schnecken und andere Schädlinge vertilgen. Wichtig zu wissen ist, dass, wenn wir den Tieren den rechten Weg weisen, wir sie nicht ungeschützt anfassen, denn sie sondern unter Umständen ein Sekret ab, welches eine allergische Reaktion hervorrufen kann.
Die natürlichen Feinde der Schnecken!

 

Denke auch an die gefiederten Freunde im Garten und kontrolliere, bzw. installiere Nisthilfen für "ortsübliche" Vogelarten. Achte auch darauf, dass relativ nahe am Nest höhere Sträucher, Bäume oder Rankgerüste als Anflugposten stehen.

 

Durch das fehlende Laub kann man gut die Nistplätze und die Nester der Vögel erkennen. Diese gilt es vor streunenden Katzen zu schützen. Wenn man keine Stachelringe o. ä. aus Metall verwenden will, kann man sehr gut Stachel- und Dornenzweige verwenden. Sie sind auch in Sträuchern, in denen sonst kein Schutz möglich ist, nützlich.

 

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